Impulse

Mandy Liebetrau, 28. März 2020

Neueste Informationen zu Einschränkungen in der Corona Krise

Auszug aus dem Schreiben von Generalvikar Dr. Klaus Winterkamp vom 19.3.2020

Nach Rücksprache mit den Behörden sind Taufen und Trauungen ab sofort auch im kleinsten Familienkreis nicht mehr möglich. Sofern nicht schon geschehen, müssen alle Taufen und Trauungen bis vorerst 19. April 2020 definitiv abgesagt werden. 

Für Beerdigungen gilt weiterhin, dass sie im engsten Familienkreis (maximal bis zu 20 Personen) stattfinden können, sofern die üblichen Hygienevorschriften (Abstand von zwei Metern etc.) gewahrt werden. Doch sollten sie möglichst nur im Freien erfolgen. Auf die Nutzung der Trauer- bzw. Friedhofshalle ist – sollten die Wetterbedingungen nicht völlig widrig sein – zu verzichten.

Die Messfeier zur Weihe der heiligen Öle findet am Montag, 6. April 2020 im Dom zu Münster ohne Beteiligung der Gläubigen statt. Sie wird um 10.30 Uhr von Bischof Dr. Felix Genn gefeiert und im Internet live übertragen. Gern sind Sie und alle Gläubigen auf diese Weise zur Mitfeier eingeladen. Die Teilnahme daran ist in diesem Jahr niemandem möglich. 

Wie bereits in meiner Mail vom 17. März 2020 mitgeteilt, haben alle öffentlichen Feiern der Kar- und Ostertage zu unterbleiben. Damit wird – erstmals überhaupt – den Gemeinden und Priestern im Bistum die Feier des Gedächtnisses des Leidens, Sterbens und der Auferstehung unseres Herrn Jesus Christus nicht möglich sein. Was diese Situation geistlich sowohl für die Priester wie für die Gemeinden bedeuten bzw. wie diese Situation verarbeitet wird, lässt sich kaum erfassen. Die Übertragungen aus dem Dom zu Münster und anderen Kirchen sind eine Möglichkeit. Hinzu kommen müssen sicherlich weitere Formen, wie insbesondere die Gläubigen miteinander diese Tage geistlich begehen können. Parallel dazu plant auch der WDR momentan eine geeignete und leicht zugängliche Übertragung einer Messe vom Letzten Abendmahl am Gründonnerstagabend, einer Karfreitagsliturgie am Nachmittag des Feiertages und einer Osternacht. Rechtzeitig werden wir auf diese und weitere Übertragungen in anderen Medien aufmerksam machen.

Die nordrhein-westfälischen Bistümer haben sich darauf verständigt, dass am Ostersonntag als wahrnehmbares Zeichen der Auferstehung landesweit alle Glocken gleichzeitig eine Viertelstunde läuten sollen. Da diesbezüglich auch eine Verständigung mit den evangelischen Landeskirchen erreicht werden soll, wird der entsprechende Zeitpunkt rechtzeitig bekannt gegeben.

Da sich die Menschen derzeit nicht mehr zu Gottesdiensten versammeln können, schließen wir uns im Bistum Münster einer Idee aus dem Erzbistum Köln an, die mittlerweile auch im Erzbistum Paderborn aufgegriffen worden ist. Bis zum Mittwoch der Karwoche läuten täglich um 19.30 Uhr im Bistum Münster die Glocken. Das Geläut lädt zum persönlichen Gebet ein und soll – über alle räumliche Trennung hinaus – ein Zeichen einer bleibenden Gebetsgemeinschaft sein. Die Kirchen bleiben nach Möglichkeit weiterhin zum persönlichen Gebet geöffnet.

Für weitere Entscheidungen, besonders im Hinblick auf die Erstkommunionen im Mai, sind die Entscheidungen der Landes- bzw. Bundesregierung abzuwarten. Verlängerungen aller Fristen sind ggf. möglich und hängen natürlich von den Maßnahmen der Behörden und Kommunen ab. 

Bei Beicht- oder seelsorglichen Gesprächen, bei Haus- oder Krankenbesuchen ist neben den üblichen Hygienevorschriften jetzt ein Mindestabstand von zwei Metern zu beachten.

Weiterhin werde ich Sie und Euch auf dem Laufenden halten. 

 

Mit den besten Wünschen für Ihre und Eure Gesundheit, grüßt herzlich

Klaus Winterkamp

Neueste Infos zum Coronavirus

Auszug aus dem Schreiben vom Bischöflichen Offizialiat, Stand Montag, 16.3.2020

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

auf Grund der aktuellen Corona-Krise haben wir uns vor dem Hintergrund der weiteren staatlichen und kommunalen Vorgaben, das öffentliche Leben einzuschränken, um die Verbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen, zu folgenden Maßnahmen entschlossen. Sie gelten ohne Ausnahme ab sofort und zunächst bis zum Samstag, den 4. April 2020 im gesamten Bistum Münster.

1.    Alle öffentlichen Gottesdienste (Eucharistiefeiern, Vespern, Andachten etc.) unterbleiben.
2.    Die bis zum 19. April 2020 angesetzten Firmungen werden abgesagt. Für Firmgottesdienste danach muss die weitere Entwicklung abgewartet werden. Sobald diese Entwicklung absehbar ist, kann über die Neuterminierung der ausgefallenen Gottesdienste nachgedacht werden.
3.    Da sich die Entscheidungen der Landesregierungen auf den Zeitraum bis zum 19. April beziehen, werden wir Sie informieren, wie  am Weißen Sonntag ihre Erstkommunionfeiern haben, diese auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben. Für alle anderen Feiern rund um den Christi-Himmelfahrtstag sollten die Entscheidungen erst getroffen werden, wenn verlängernde Initiativen seitens der staatlichen oder kommunalen Instanzen getroffen worden sind.
4.    Da für die Kar- und Ostertage derzeit kaum mit einer grundsätzlich veränderten Situation zu rechnen ist, muss momentan davon ausgegangen werden, dass in diesem Jahr alle Feiern, Gottesdienste, Prozessionen und sonstige Veranstaltungen von Palmsonntag bis Ostermontag – einschließlich aller abendlichen Groß-Osterfeuer – entfallen.

Wir halten sie aber weiterhin auf dem Laufenden.


5.    Sollte es nicht möglich sein, Taufen und Trauungen kurzfristig zu verschieben, sind sie vorerst (bis es von staatlicher oder kommunaler Seite möglicherweise andere Weisungen gibt) – allerdings ohne Beteiligung der Öffentlichkeit und ohne Ministranten – ausschließlich im allerengsten Familienkreis (in NRW bis zu 20 Personen) – unter Beachtung der notwendigen Hygienevorschriften – weiter möglich.
6.    Auch Messfeiern zur Beerdigung können nur noch im engsten Familienkreis (in NRW bis zu 20 Personen) stattfinden. Das gilt auch für die Feier von Trauergottesdiensten in Beerdigungs- oder Trauerhallen. Ebenfalls können Beisetzungen auf dem Friedhof nur noch im engsten Familienkreis (in NRW bis zu 20 Personen). Auch hier sind die notwendigen Hygienevorschriften zu beachten. 

7.    Die Priester feiern weiterhin stellvertretend für die Gläubigen die heilige Messe, das heißt ohne Betei-ligung von Gläubigen und Ministranten etc.. Gleiches gilt für die Gottesdienste in geschlossenen klösterlichen Gemeinschaften.
Dies, weil in dieser Situation gerade die Feier der Eucharistie unser unvertretbarer Auftrag als Kirche ist, um die Sorgen der Menschen vor Gott zu bringen und ihnen auch weiterhin geistlich nahe zu sein. Die Gläubigen sind von der Sonntagspflicht befreit.

Bitte nutzen Sie die Gottesdienstübertragungen im Fernsehen, Radio oder Internet.
Täglich wird um 8:00 Uhr die Feier der heiligen Messe aus dem St.-Paulus-Dom und um 18:00 Uhr die Feier der heiligen Messe aus der Lamberti-Kirche in Münster im Internet übertragen:

www.bistum-muenster.de


Ebenso wird (ab dem 18. März) von montags bis samstags, um 11.30 Uhr und samstags, um 18.30 Uhr die Messe aus der Marienbasilika über www.ewtn.de übertragen.

An jedem Sonntag feiert Bischof Dr. Felix Genn um 11:00 Uhr im St.-Paulus-Dom eine heilige Messe, die ebenfalls im Internet übertragen wird.
Sie sind herzlich eingeladen, sich zu dieser Zeit zu Hause geistlich dem Gottesdienst der Kirche zu verbinden, Gottesdienste, die über die Medien verbreitet werden, mitzufeiern und in dieser Weise auch geistlich zu kommunizieren.

Die Kirchen sind als Orte des persönlichen Gebets geöffnet. (so lange es von staatlicher oder kommunaler Seite keine anderen Weisungen gibt)

Seelsorgerinnen und Seelsorger sollen als Ansprechpersonen zur Verfügung stehen. Sie sind auf jeden Fall telefonisch, per Mail und soweit möglich und sinnvoll auch persönlich erreichbar.

Die Seelsorge wird (unetr genannten hygienischen Vorsichtsmaßmahmen) weiter gewährleistet
a)    Die alten und kranken Menschen werden auf Wunsch (ggf. mit der heiligen Kommunion) besucht im häuslichen Umfeld besucht – sofern keine Corona-Erkrankung vorliegt. In Krankenhäusern kann Corona-Patienten die Kommunion gereicht werden – sofern das Krankenhaus die nötige Schutzkleidung zur Verfügung stellt.
b)    Auch das Sakrament der Krankensalbung kann zuhause auf Wunsch gespendet werden – sofern keine Corona-Erkrankung vorliegt. In Krankenhäusern kann Corona-Patienten die Krankensalbung gespendet werden, sofern das Krankenhaus die nötige Schutzkleidung zur Verfügung stellt.
c)    Beichtgespräche im Beichtstuhl sind nicht möglich. Bei Beichtgesprächen müssen die notwendigen Hygienemaßnahmen und ein Mindestabstand von 1,5 Metern beachtet werden.

Die Pfarrbüros bleiben besetzt, stellen jedoch vorwiegend auf telefonische und digitale Kommunikation um.

Wir bitten Sie nicht nur herzlich um Verständnis für diese Maßnahmen, sondern um Ihr aktives Mittun zu deren Umsetzung.

Lesen Sie hierzu den Brief von Bischof Felix Genn