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In der Pfarrkirche St. Lucia - Eine Klagemauer für Harsewinkel

Bild: van Roje

In Jerusalem steht die 48m lange und 18m hohe Klagemauer. Täglich pilgern Jüdinnen und Juden zu ihr und beten dort. Ihre Gebete, aufgeschrieben auf Zetteln, stecken sie anschließend in die Ritzen und Spalten dieser alten Mauer.

Inspiriert durch die Jerusalemer Klagemauer werden wir in der diesjährigen Fastenzeit von Aschermittwoch bis Karsamstag eine „Klagemauer“für Sorgen, Bitten und Hoffnungen in unserer Pfarrkirche St. Lucia in Harsewinkel aufbauen. Sie haben dann die Möglichkeit, in Form kleiner Zettel, dort Ihre Wünsche, Danksagungen, aber auch Ihre Bitten und Gebete aufzuschreiben, zusammenzurollen und sie in die Ritzen der einzelnen Steine zu stecken.

Ganze Sätze oder einzelne Worte,

Wütend, Traurig, Hoffend oder Nachdenklich

- Alles darf sein -

Diese „Klagemauer“ soll einladen, einen Moment innezuhalten, seine Sorgen und Ängste aufzuschreiben und abzuladen, um dann wieder gestärkt den Alltag zu meistern. Der Gedanke hierbei ist, alles, was Sie bedrückt oder worauf Sie hoffen, in Worte zu fassen und abzulegen, denn manchmal brauchen wir einen konkreten Ort, wo wir uns Zeit für ein paar geschriebene Worte nehmen. Denn Beten, Bitten, Klagen und Danken befreit die Seele und gerade in dieser besorgniserregenden Zeit tut uns allen eine direkte Nachricht an Gott sicherlich gut. Am Karsamstag werden Ihre Zettel dann nicht einfach so verschwinden, sie werden ungelesen in der Osternacht im Osterfeuer vor dem Gottesdienst verbrannt. Symbolisch verwandeln sich dann all Ihre Sorgen, Bitten und Danksagungen in Licht, Wärme und Rauch und steigen so zu Gott auf.

Herzlich lädt Sie die katholische Kirchengemeinde St. Lucia, Harsewinkel, zu dieser stillen Einkehr als Vorbereitung auf das diesjährige Osterfest ein.