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Unbefleckte Empfängnis Marienfeld

Ein Jahr nach der Auflösung des Klosters Marienfeld wurden durch eine Kabinettsorder des preußischen König Friedrich Wilhelm III. die beiden Bauerschaften Oester und Remse aus der Harsewinkeler Pfarrei St. Lucia herausgelöst und zu einer neuen Pfarrei Unbefleckte Empfängnis zusammengefasst. Schon vorher hatten die Bauern der beiden Bauerschaften die Messen in der Klosterkirche besucht. Das Patronat für die Pfarrstellen übernahm der preußische König; die Kirche und die der Kirchengemeinde zur Nutzung überlassenen östlichen Flügelgebäude des Wirtschaftshofes verblieben im Staatsbesitz und sind heute Eigentum des Landes Nordrhein-Westfalen.

Die Pfarr- und frühere Klosterkirche war ursprünglich ein einschiffiger kreuzförmiger Bau, der vom schlichten Stil des Zisterzienserordens geprägt war. Die Erweiterung um Seitenkapellen, die im 18. Jahrhundert zu einem nördlichen Seitenschiff umgebaut wurden, und die Reste des Kreuzgangs im Süden geben der Kirche, die zu den herausragenden Baudenkmalen Westfalens zählt, ihre heutige Gestalt.

Die seitlichen Chorschranken sowie der Tabernakel sowie ursprünglich zum Lettner gehörige Apostelskulpuren gehören zu der bedeutenden spätgotischen Ausstattung der Kirche. Der Hochaltar, die Kanzel und nicht zuletzt die von Johann Patroklus Möller geschaffene Orgel zeugen von der Baufreudigkeit der Äbte der Barockzeit.