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Fastenzeit 2021

Hören, Schweigen und Bitten in der Corona-Pandemie

Ich schreie zu Gott mit meiner Stimme
ich flehe zu Gott mit meiner Stimme.
Ich schütte meine Klage vor ihm aus
und zeige an vor ihm meine Not.

Wenn mein Geist in Ängsten ist,
so kennst du doch meinen Pfad. …
Herr, zu dir schreie ich und sage:
Du bist meine Zuversicht, …

aus Psalm 142

Es ist auch für glaubende Menschen schwer, die Ohnmacht und die Ratlosigkeit, die Widersprüche und Ambivalenzen der Corona-Krise auszuhalten. Unsere Pfarrkirche soll in den 40 Tagen bis Ostern ein besonderer Ort sein, Ängste und Sorgen unserer Tage vor Gott zu bringen. Mit einer „Corona-Klagemauer“ vor dem Altar wollen wir aus dem Streit um den politisch richtigen Weg und die gegenseitige Anklage in eine vielstimmige Klage vor Gott finden.

Hier kann jede und jeder persönliche Nöte auf bunte Zettel notieren und – wie bei der großen Klagemauer in Jerusalem – in die Ritzen der Steine stecken. Die Zettel werden gesammelt und in der Osternacht verbrannt.

Was ist Ihre Klage?

Was ist Deine Klage?

Ganze Sätze oder einzelne Worte. Wütend oder traurig, sehnsüchtig oder nachdenklich. Alles darf sein.
Wir glauben, dass Gott unsere Worte schon wahrnimmt, wenn wir sie denken, schreiben oder still beten.