
Pädagogischer Grundgedanke![]() Das oberste Gebot der Erziehung heißt Geduld. In erster Linie verstehen wir unsere Einrichtung als einen Ort, an dem wir Kindern aus unterschiedlichen sozialen Schichten die Gelegenheit geben, Erfahrungen mit sich selbst, mit anderen Kindern und Erwachsenen, sowie unterschiedlichen Gegenständen und Inhalten, zu machen. Der Kerngedanke unseres Konzepts ist es, uns an den Lebenssituationen, Interessen und Bedürfnissen der Kinder zu orientieren. Wir greifen in unserer Arbeit Themen auf, die Kinder im Kindergartenalltag betreffen und denen oft eigene Erfahrungen vorangegangen sind. Dies tun wir häufig in Form von kleinen Projekten zu bestimmten Themen. Wir möchten den Kindern damit helfen, Lebenssituationen in zunehmender Weise möglichst selbständig zu bewältigen. Um möglichst situativ auf die Kinder und deren Wünsche eingehen zu können, wird der Erzieherin ein großes Maß an Beobachtungsfähigkeit abverlangt. Uns ist natürlich sehr wohl bewusst, dass wir hier sehr schnell an unsere Grenzen stoßen. Es können nicht zeitgleich alle Erlebnisse von allen Kindern aufgegriffen und thematisiert werden. Wir bemühen uns sehr, möglichst individuell zu arbeiten und allen Kindern gerecht zu werden, müssen uns aber im Alltag häufig zugunsten der Mehrheit der Gruppe entscheiden. Natürlich beziehen wir auch Traditionen, wie z.B. Feste im jahreszeitlichen oder kirchlichen Rhythmus, in unsere Arbeit mit ein. ![]() Orientierend an der Bildungsvereinbarung für NRW bemühen wir uns, das Kind während seines gesamten Aufenthaltes in der Kindertageseinrichtung bildungsfördernd zu begleiten. Der Begriff ?Bildung? umfasst für uns allerdings nicht nur die Aneignung von Wissen und Fertigkeiten, sondern vielmehr die Aufgabe, Kinder in allen ihnen möglichen Entwicklungsbereichen (sensorischen, emotionalen, sprachlichen, kognitiven und ästhetischen) zu fördern und zu begleiten. Die vier, in der Bildungsvereinbarung benannten Bildungsbereiche:
![]() sind unserer Auffassung nach eng miteinander verbunden und gehen auch fließend ineinander über. So kann Bewegung oft nur in Verbindung mit Sprache stattfinden, Spielen und Gestalten hat immer etwas mit Bewegung zu tun und auch die Natur kann nur durch aktives Bewegen erkundet werden. Daher stellt Erziehung für uns eine ganzheitliche Förderung dar, in der kein isoliertes Training von Teilleistungsbereichen stattfinden kann. Das Lernen im Kindergarten / in der Kindertagesstätte findet nicht nur vorwiegend durch vorbereitete Angebote der Erzieherinnen statt, sondern vollzieht sich vielmehr spontan im täglichen Zusammenleben. Freie Aktivitäten der Kinder haben für uns einen hohen Stellenwert. Man würde sie völlig unzureichend erfassen, wenn man sie einfach dem ?Freispiel? zuordnen und dem ?angeleiteten Angebot? gegenüberstellen würde. Unsere Kindertageseinrichtung ist ein pädagogisch gestalteter Lebensraum, in dem die Lebenssituation selbst zur Lernsituation wird, bei der die sozialen Prozesse immer im Vordergrund stehen. Durch dieses Grundkonzept möchten wir zur Förderung des Selbstvertrauens, der Eigenständigkeit und vor allem der Freude am Leben beitragen. |