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    Die Legende von der Hl. Lucia

    Die Kirche in Harsewinkel ist die einzige ältere Kirche im Bistum Münster, deren Patronin die HI. Lucia ist. Die HI. Lucia (dt. Die Leuchtende) hat vermutlich in Syrakus auf Sizilien während der Christenverfolgung unter dem römischen Kaiser Diokletian um 300 das Martyrium erlitten. Aus ihrem Leben sind keine geschichtlichen Daten überliefert, lediglich Legenden:

    Die HI. Lucia war eine edle Jungfrau in der Stadt Syrakus. Ihre Mutter hatte Blutfluß und kein Arzt konnte ihr helfen. Deshalb wallfahrteten Mutter und Tochter nach Catania an das Grab der HI. Agatha. Im Gebet erschien Agatha der Heiligen und sprach: „Meine Schwester, warum verlangst du von mir, was du selbst sogleich deiner Mutter gewähren kannst? Dein Glaube hat sie geheilt.“ Gesund kehrten beide nach Syrakus zurück. In ihrer Freude erreichte Lucia von ihrer Mutter, dass sie ihre Mitgift zum Dank gegen Gott an die Armen verschenken durfte. Auch legte sie das Gelübde der Keuschheit ab.

    Der enttäuschte Bräutigam, ein heidnischer Jüngling, war darüber so erbost, dass er sie beim Statthalter Paschasius als Christin anzeigte. Nach dem Verhör verurteilte er sie: Lucia solle in ein öffentliches Haus gebracht werden, auf dass sie ihre Keuschheit verliere und der heilige Geist, der sie, wie Lucia dem Richter gesagt hatte, erleuchtete, von ihr weiche. Da wurde die Heilige eben von jener Kraft und Gnade des Heiligen Geistes so schwer, dass man sie, wie einen unbeweglichen Felsen, nicht von der Stelle bewegen konnte. Nun errichtete man einen Scheiterhaufen, doch auch Feuer und siedendes Öl, mit dem man Lucia übergoss, taten ihr keinen Schaden.

    Da bekam der Statthalter große Angst und befahl, sie mit dem Dolch zu töten. Mit dem Dolch im Halse hat sie noch so lange gelebt, bis sie die HI. Kommunion empfangen hatte. Erst dann starb sie. Ihr Fest wird am 13. Dezember gefeiert.

    (s. Öffnet externen Link in neuem FensterÖkumenisches Heiligenlexikon)

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